Aktuelles

Umfrage zu Diskriminierung in Deutschland

Am 1. September startet die Antidiskriminierungsstelle des Bundes die bislang größte Umfrage zu Diskriminierungserfahrungen in Deutschland. Unter dem Motto „Sie haben es erlebt? Berichten Sie davon!“ können sich bis zum 30. November 2015 alle in Deutschland lebenden Menschen ab 14 Jahren zu Diskriminierungen äußern, die sie in den verschiedensten Lebensbereichen selbst erfahren oder beobachtet haben. Die Ergebnisse der Umfrage werden maßgeblich dazu beitragen, Empfehlungen zum Abbau von Diskriminierung in Deutschland zu entwickeln. Unter www.umfrage-diskriminierung.de finden Sie alle Informationen zur Umfrage und ab dem 1. September 2015 auch den direkten Link zum Fragebogen.

Wenn Sie Werbematerialien in gedruckter Form bestellen wollen, wenden Sie sich bitte (mit Angaben zur Zahl der gewünschten Exemplare und der Lieferadresse) an die Antidiskriminierungsstelle. Ansprechpartnerin für Ihre Bestellung ist Stefanie Bewersdorff (Stefanie.Bewersdorff@ads.bund.de, 030 18555 1817). Inhaltliche Fragen zur Umfrage beantwortet die Projektverantwortliche bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Nathalie Schlenzka (Nathalie.Schlenzka@ads.bund.de, 030 18555 1813).

Fachkräftemangel: Gesundheitsverbund sichert Zukunft durch ausländische Examinierte

"Wir sind froh, dass Sie da sind". Mit diesen Worten begrüßte GLKN-Geschäftsführer Peter Fischer jüngst beim Willkommensfest in der Radolfzeller Krankenhauskantine die rund 20 spanischen Pflegekräfte, die seit Jahresbeginn sukzessive im Gesundheitsverbund Landkreis Konstanz ihre Arbeit aufgenommen haben. Gemeinsam mit der Pflegedirektion und Pflegedienstleitungen der verschiedenen Standorten und Betriebsratsvertretern der Standorte Singen und Radolfzell hieß er die Neuen herzlich willkommen.

Die spanischen Pflegekräfte haben alle in ihrer Heimat ein vierjähriges universitäres Pflegestudium abgeschlossen und bereiteten sich mittels Sprachkurse auf ihre Arbeit in Deutschland vor. Sie wurden über eine Agentur vermittelt. Die neuen examinierten Kräfte zwischen 22 und 53 Jahren kommen aus ganz Spanien einschließlich der Kanaren. Nach Nachweis der nötigen Sprachkurse kamen sie in den Landkreis Konstanz und hoffen hier eine berufliche und private Zukunft zu finden, da es in Spanien zwar viele Pflegekräfte gibt, aber kaum Arbeitsplätze - also umgekehrt zu Deutschland, wo es zwar Stellen, aber immer weniger Pflegekräfte gibt. Mit den ausländischen Fachkräften hofft die Geschäftsführung, em drohenden Personalmangel erfolgreich entgegen wirken zu können. Daneben wird im Gesundheitsverbund weiterhin auf die Ausbildung in der eigenen Akademie gesetzt.

Befragung zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement im Landkreis Konstanz

Die Arbeitswelt dreht sich immer schneller. Welche Möglichkeiten besitzen Betriebe, um beispielsweise gegen den demografischen Wandel, die ständige Erreichbarkeit sowie den steigenden Wettbewerbsdruck trotz zunehmendem Fachkräfteengpass anzukommen und gleichzeitig die Gesundheit der Mitarbeiter zu fördern? Eine vielversprechende Lösung nennt sich Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM). Doch wie lässt es sich umsetzen, was beinhaltet dieses Themenfeld?

Die Koordinierungsstelle BGM des Landkreises Konstanz informiert Betriebe im Landkreis Konstanz rund um das Thema BGM und entwickelt Hilfestellungen, um die Implementierung des BGM praxisnah und handhabbar im Betrieb zu realisieren. Derzeit führt die Koordinierungsstelle BGM eine Online-Umfrage durch, um auf die Bedürfnisse der Betriebe im Landkreis Konstanz bzgl. der Umsetzung des BGM einzugehen. Über Ihre Teilnahme würden wir uns sehr freuen. Denn nur durch die Rückmeldung der Unternehmen selbst ist es uns möglich, unsere Angebote Ihrem aktuellen Bedarf anzupassen und auszurichten. Die Umfrage richtet sich deshalb vor allem an Personalverantwortliche und Führungskräfte und kann unter dem folgenden Link abgerufen werden: https://www.soscisurvey.de/BGM2015/

Die Teilnahme an der Befragung ist freiwillig und dauert ca. 10-15 Minuten. Die Auswertung der Daten erfolgt anonym und in statistisch zusammengefasster Form durch die Freiburger Forschungsstelle Arbeits- und Sozialmedizin (FFAS), sodass keine Rückschlüsse auf einzelne Personen möglich sind. Die erhobenen Datensätze werden zehn Jahre nach Veröffentlichung der Ergebnisse unter Verschluss aufbewahrt. Weitere Informationen rund um die Befragung entnehmen Sie bitte dem Anhang. Die Befragung läuft bis einschließlich 31. August 2015. Rückfragen sind gerne bei der Koordinierungsstelle BGM bei Frau Maria Schädle unter maria.schaedle@LRAKN.de oder unter 07531 800-1457 möglich.

Aus Sicht der Selbsthilfe ist das BGM eine wesentliche Maßnahme zur Prävention und Gesundheitsförderung, die wir als niederschwelliges Angebot im Gesundheits- und Sozialwesen partnerschaftlich unterstützen. Daher bitten wir um Ihre Teilnahme beziehungsweise um Hinweise an Unternehmen und Betriebe, die Ihnen bekannt sind.

Hier werden Schwerverletzte gut versorgt - Klinikum Konstanz ist zertifiziertes Regionales Traumazentrum

In diesen Tagen kam das Zertifikat: Das Klinikum Konstanz wurde von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und von Diocert, einem Zertifizierer im Gesundheitswesen, als „regionales Traumazentrum“ im Traumanetzwerk Schwarzwald Bodensee erneut anerkannt. Das Klinikum bestand erfolgreich die zweite Rezertifizierung. Es erfüllt damit alle Anforderungen zur Behandlung von Schwerverletzten nach den Kriterien des Weißbuches der DGU. Für das Klinikum Konstanz ist das eine Bestätigung für seine gute Arbeit im Bereich der Versorgung von Schwerstverletzten nach Arbeits- oder Verkehrsunfällen. „Es gab nichts zu bemängeln“, freut sich Prof Martin Runkel, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Handchirurgie, und Leiter des Traumazentrums. Besonders hervor gehoben wurden von den Auditoren das „hoch motivierte Team und die stabilen Prozessabläufe“, verweist Runkel auf den Prüfbericht. Das Zertifikat gilt drei Jahre.

Die DGU hatte bereits 2007 eine Initiative zur Verbesserung der Behandlung Schwerstverletzter ins Leben gerufen, um deren Versorgung und Überlebenschancen zu verbessern. Die Versorgung erfolgt seitdem einheitlich strukturiert und schnell nach einem fest gelegten Zeitraster. „Das ist weltweit einmalig“, erklärt Runkel. Aus der Initiative der DGU resultierten die Traumnetzwerke, die auf der Basis streng definierter Kriterien arbeiten. Die Zentren stellen die optimale Versorgung Schwerstverletzter sicher. Ein wichtiger Kernpunkt der regionalen Traumnetzwerke ist die einheitliche und verbesserte Kommunikation zwischen allen Beteiligten bei der Rettung Schwerstverletzter mittels „Traumatelefone“. Die gute Kommunikation zwischen den beteiligten Kliniken sorgt dafür, dass die Patienten entsprechend dem Schweregrad ihrer Verletzung in die am besten geeignete Klinik gebracht werden. Eine wichtige Rolle spielt auch die Fort- und Weiterbildung aller an der Schwerstversorgung Beteiligter durch die Teilnahme an speziellen Ausbildungsprogrammen und vor allem die Überprüfung der Qualität in der Versorgung von Schwerstverletzten. Jeder Behandlungsfall wird genau protokolliert, in einem bundesweiten Register erfasst und ausgewertet mit dem Ziel, die Qualität stetig zu verbessern. Am Klinikum Konstanz werden jährlich an die 50 Schwerstverletzte versorgt.

Die in einem Trauma-Netzwerk zusammen arbeitenden Kliniken müssen sich durch bestimmte Ausstattungsmerkmale wie Schockraum, Computertomografie, Not-OP, Intensivstation, Blutbank Hubschrauberlandeplatz sowie durch ausgewiesene Fachkompetenz und 24-stündige Verfügbarkeit der Fachärzte auszeichnen. Zwischen den Kliniken des Traumnetzwerkes findet eine enge fachliche und organisatorische Kooperation statt. Zum Traumnetzwerk Schwarzwald–Bodensee gehören als regionale Traumazentren neben dem Klinikum Konstanz, das Hegau-Bodensee-Klinikum Singen und die Gesundheitszentren in Rottweil. Lokale Traumzentren sind das Kreisklinikum Tuttlingen, das Spital Waldshut und das Krankenhaus Bad Säckingen. Als überregionales Traumazentrum fungiert das Schwarzwald-Baar-Klinikum.

Selbsthilfenetzwerk begrüßt "Neurologie-Verbund" im Landkreis Konstanz

Seit 1988 arbeiten das Hegau-Bodensee-Klinikum in Singen und die Kliniken Schmieder bei der Versorgung neurologischer Patienten bereits zusammen. Nun haben sie die erfolgreiche Kooperation mit einem Rahmenvertrag modifiziert und an die in den letzten Jahren veränderten Realitäten angepasst. Ziel ist es, die Versorgungsqualität für neurologische Patienten weiter auszubauen und als Partner gemeinsam am Arbeitsmarkt dem harten Wettbewerb um Fachärzte stärker begegnen zu können. Kernstücke des Vertrages sind die enge personelle Zusammenarbeit auf Chefarzt- und Oberarztebene sowie die Bündelung der fachlichen Kompetenzen.

„Gerade in der neurologischen Versorgung ist eine schnelle und lückenlose Versorgung von Patienten von großer Bedeutung, um deren funktionelle Wiederherstellung bestmöglich zu gewährleisten“, erklärte Prof. Dr. med. Christof Klötzsch bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages. Er ist Chefarzt am Hegau-Bodensee-Klinikum Singen und Ärztlicher Leiter der Akutneurologie bei den Kliniken Schmieder in Allensbach. Der Neurologe wird auch zukünftig mit seinen Teams die beiden Akutabteilungen für neurologische Patienten im Landkreis leiten. Die Neuordnung der personellen Struktur, die neben gemeinsamen Weiterbildungen auch Rotationsmöglichkeiten und eine gemeinsame Personalakquisition vorsieht, ist das Kernstück des Vertrages. Wie wichtig die personelle Zusammenarbeit ist, erläuterte Peter Fischer, Geschäftsführer des Gesundheitsverbundes Landkreis Konstanz: „Wir wollen insbesondere im Personalbereich Synergien nutzen und trägerübergreifend einem ruinö-sen Wettbewerb um medizinisches Fachpersonal vorbeugen.“ Beide Kliniken arbeiten seit einigen Jahren auch auf anderen Gebieten eng zusammen wie bei der Anästhesiologie, der Apothekenversorgung, der Aufbereitung von Medizinprodukten sowie beim Sozialdienst. Bei der Krankenhaushygiene, den Bereichen Geriatrie und Psychosomatik sind perspektivisch weitere Felder der Zusammenarbeit vorgesehen. Fischer sprach dem Rahmenvertrag, den der kommunale Gesundheitsverbund mit den privat betriebenen Schmieder Kliniken abschlossen, einen Modellcharakter zu.

Dr. Dagmar Schmieder, Vorsitzende der Geschäftsführung der Kliniken Schmieder, legte bei der Vertragsunterzeichnung den Fokus auf einen weiteren wichtigen Aspekt. „Dieser Kooperationsvertrag ist nicht nur die konsequente Fortführung der bereits seit vielen Jahren bestehenden guten Zusammenarbeit, er wird auch an der Schnittstelle zwischen Akut- und Rehabilitationsbehandlung das hohe Behandlungsniveau weiter optimieren.“ Sie wies auf die in den letzten zehn Jahren stark gestiegenen Patientenzahlen in beiden Einrichtungen hin. In diesem Zeitraum stiegen die Fallzahlen von 2.000 Fällen im Jahr 2004 auf über 3.500 Fälle im Jahr 2014, die die beiden Kliniken im Landkreis inzwischen jährlich behandelten.

Der Aufsichtsratsvorsitzende des Gesundheitsverbundes, Landrat Frank Hämmerle, strich die Bedeutung der trägerübergreifenden Kooperation als Erfolgsgarant für eine bestmögliche Versorgung im Landkreis bei seiner Rede heraus. „Hier intensivieren zwei führende Klinik-unternehmen in der Akut- und Rehabilitationsbehandlung ihre seit vielen Jahren bestehende erfolgreiche Zusammenarbeit – das wird den Patienten in der Region zu Gute kommen. Der Vertrag, so Hämmerle, sei von strategischer Bedeutung, über das Zustandekommen sei er „sehr glücklich“.

Das Selbsthilfenetzwerk KOMMIT hat den neuen Verbund ausdrücklich begrüßt. Der Vorsitzende, Dennis Riehle, schrieb einen Brief an die Unterzeichner und gratulierte zum wichtigen Schritt.

12.05.2015 - Präsentationen der Veranstaltung "Rehabilitation und Wiedereingliederung" zum Download

am 23. April 2015 referierten drei Experten im Landratsamt Konstanz. Ihre Vorträge können hier eingesehen werden:

Vortrag 1

Vortrag 2

Vortrag 3

18.10.2014 - Selbsthilfenetzwerk bestätigt Sprecherrat für weitere zwei Jahre

KOMMIT diskutiert auch über den Umgang mit den Sozialen Medien

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02.10.2014 - Selbsthilfenetzwerk sieht weiterhin viele Vorurteile gegenüber psychisch Kranken

KOMMIT ermutigt zur Auseinandersetzung mit der „Woche zur Seelischen Gesundheit“

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